Autor: Michael Berkholz | Gespeichert unter Allgemeines
Wer schon immer wissen wollte, wie es bei einem Full Tilt Pro zu Hause aussieht,
findet in der aktuellen Ausgabe der Süddeutschen Zeitung einen Artikel mit Bild von "Birdie".
Aus dem Artikel:
Pokern im Internet hat wenig gemein mit den glamourösen Filmszenen, die man aus dem Bond-Film "Casino Royale" kennt. Ja, es erinnert nicht einmal an die Hinterzimmer-Ästhetik von "Cincinnati Kid". Vogl sitzt vor dem Bildschirm, die Maus fliegt über die Bildschirme.
Während ein Beobachter Mühe hat, überhaupt zu erkennen, an welchem Tisch er gerade spielt, errechnet Vogl schon seine Gewinnchancen - und analysiert die Gegner. "Der da spielt ziemlich schwach", sagt er und grinst. Er öffnet eine Statistik-Datei, die man ohne Mathematikstudium nicht schwindelfrei entziffern kann. Vogl liest aus diesem Wust an Zahlen die Aggressivität des Gegners, die Bereitschaft zu setzen und die Wahrscheinlichkeit einer Erhöhung. So kann er seine Mitspieler einschätzen und seine Taktik dementsprechend ausrichten.
Doch damit nicht genug: Vogl hat sich Notizen zu vielen Gegnern gemacht, er analysiert seine Partien, lässt bereits gespielte Hände noch einmal durch den Stochastik-Rechner laufen. Er weiß um seine Stärken und Schwächen. "Ich bin pro Woche nur etwa 20 Stunden tatsächlich am Pokertisch", sagt er. "Den Rest der Zeit verbringe ich mit Analyse und Fortbildung." In seinem Regal stehen eine Unmenge an Pokersoftware, Bücher über Wahrscheinlichkeitsrechnung und Analysen anderer Spieler. Man sieht sofort: Pokern bedeutet für Vogl nicht fröhliches Zocken, sondern harte Arbeit.
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